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Reinvent Local Media: Der Videoguide Düsseldorf bringt neue Orientierung

Laura Rohrbeck und Thorsten Lenze sind eins der ersten vier Teams, die am Reinvent Local Media-Fellowship teilnehmen. Ihr Projekt, der  Videoguide Düsseldorf, möchte die Stadt Düsseldorf von ihren attraktivsten Seiten zeigen – für Touristen und Einheimische. 

Euer Pitch-Satz lautet: „Time for catchy moments“. Bitte erzählt doch mal, was dahinter steckt und wie Ihr auf Eure Idee gekommen seid.

Wer als Tourist zum ersten Mal eine Stadt besucht, steht vor dem Problem: Was schaue ich mir dort an? Welche Sehenswürdigkeiten lohnen sich speziell für mich, welche darf ich auf keinen Fall verpassen, welche wären reine Zeitverschwendung. Und was gibt es für Insidertipps von Einheimischen? Wer online nach Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten sucht, kommt auf wenig spektakuläre Seiten. Unübersichtlich, nicht filterbar nach persönlichen Vorlieben, irgendwie nicht so, wie wir als Düsseldorfer uns wünschen würden, dass unsere Stadt präsentiert wird. Das geht besser.

Durch auf persönliche Vorlieben zugeschnittene Videos, durch eine Übersichtskarte und Geotagging, das mir die nächstgelegene Sehenswürdigkeit empfiehlt, habe ich einen unverzichtbaren kostenlosen Reiseführer immer dabei. Ein Buch muss ich nicht mehr schleppen. Dadurch, dass ich vorher schon weiß, ob sich eine Sehenswürdigkeit für mich lohnt, spare ich Zeit und Geld. Und ich vermeide Enttäuschungen. Mit dem Videoguide wird unsere Stadt erlebbar.

Ihr habt es geschafft und gehört zu den ersten Fellows unseres dreimonatigen Förderprogramms Reinvent Local Media. Herzlichen Glückwunsch! Welche Aspekte des Fellowships sind Euch am wichtigsten?

Wir freuen uns sehr, dass wir das Vertrauen der Landesanstalt für Medien NRW und der Jury bekommen haben. Mit dem Fördergeld finanzieren wir den Aufbau unserer Webseite. Die muss den Nutzer ansprechen, einwandfrei funktionieren und idealerweise so gut sein, dass auch Düsseldorfer vorbeischauen, um zu sehen, welche tollen Ecken ihre Stadt bietet. Genauso wichtig ist uns das Coaching durch Experten aus verschiedensten Bereichen. Wir möchten lernen, wie man am cleversten ein solches Projekt aufbaut und wie man idealerweise damit auch Geld verdienen kann.

Zum Pflichtprogramm unserer Fellows gehört zunächst die zweiwöchige Startup-School. Welche Themen daraus interessieren Euch als Medienunternehmer am meisten?

Strukturiertes Arbeiten ist ein Punkt, der in allen Jobs wichtig ist – besonders in den Medien. Hier noch einmal neue Techniken zu erlernen, finden wir unglaublich spannend. Dazu gehört auch das ständige Hinterfragen des eigenen Projektes und das Schärfen des Angebotes mit Hilfe verschiedener Techniken wie des unvermeidlichen Business Model Canvas.

Im Januar 2019 findet der Local Media Innovation Day statt, an dem ihr eure Ergebnisse aus drei Monaten Fellowship präsentieren werdet. Was können wir da von Euch erwarten?

Wir wollen im Januar unsere Webseite online stellen und mindestens 50 Videos über unsere Stadt präsentieren. Das Ganze soll filterbar sein nach „Zeitraum“ – bspw. August, „verfügbarer Zeit in der Stadt“ – bspw. nur abends und „Interessen“ – bspw. Urban Art. Zudem ermöglicht in der Mobilversion ein Geotagging das Anzeigen von Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe. Ende 2019 sollen es dann rund 150 Videos sein.

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Von Jonathan Kemper am 31.10.2018
Kategorien Lokaljournalismus, Vor Ort NRW

Durch Training und Coaching zum professionellen Medien-Startup

Vier angehende Startup-Teams haben ihre Projekte erstmals im kleinen Sitzungssaal der Landesanstalt für Medien NRW vorgestellt. Die Präsentation war das Finale der zweiwöchigen Startup-School - und gleichzeitig der Start des rund dreimonatigen Fellowships Reinvent Local Media. 

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