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Hackathon 2018 – Team What’s Hot im Interview

Thorsten, Laura, Jana und Tim trafen sich im Juli 2018 bei hacking://journalism. Für das dort gemeinsam entwickelte Analyse-Tool „What‘s hot“ erhielten sie als Team den ersten Preis der Fachjury sowie den Community-Preis des Publikums. Im Interview erläutern sie, was dahinter steckt.

 

Bitte stellt Euer Team kurz vor. Wer seid ihr?

Auf der technischen Seite sind wir Jana Pahlkötter, UX-Designerin aus Wuppertal und Tim Schatto-Eckrodt, Kommunikationswissenschaftler und Webentwickler aus Münster. Die redaktionelle Seite haben Laura Rohrbeck und Thorsten Lenze, beide sind freie Journalisten aus Düsseldorf.

Worin bestand Eure Idee und wie seid ihr darauf gekommen?

Ursprünglich wollte Thorsten sein Projekt „Videoguide Düsseldorf„, mit dem er beim Idea Sprint von Vor Ort NRW die Jury überzeugen konnte, weiterentwickeln. Der Videoguide stellt Düsseldorf-Touristen in kurzen Clips die Stadt vor, so sehen die Besucher, was sich wirklich lohnt. Doch wie definieren wir lohnenswerte Ziele? Nur nach dem, was wir gut finden? Die Idee: Lasst uns doch Social Media analysieren, was andere denken. Das war der erste Gedankenanstoß.

Inwiefern hat sich diese Idee während des Hackathons weiterentwickelt?

Ein Tool nur für uns zu entwickeln, erschien uns zu wenig. Im journalistischen Alltag haben Redakteure und Freie ja dasselbe Problem: Wie erfahre ich, was in sozialen Medien gerade heiß diskutiert wird, ohne mich tot zu suchen?

Es gibt bereits Analysetools, doch die sind umständlich zu bedienen und unübersichtlich. Also haben wir „What‘s hot“ entwickelt. „What‘s hot“ analysiert Twitter-, Instagram- und Facebook-Posts nach Schlagwörtern, Hashtags und Emojis und benutzt Geologging. Automatisch werden die Posts nach harten oder bunten Themen sortiert, etwa Missständen oder tollen Spontanpartys. Das ganze wird auf einer Karte angezeigt – in einer Art Heatmap.

Als Lokaljournalist, aber auch als Influencer kann ich sehen, wo gerade etwas passiert oder wo in den vergangenen Tagen viel gepostet wurde. So bekomme ich Hinweise auf gute Geschichten, die mir sonst vielleicht entgangen wären. Tim hat einen Prototypen gecodet, der bereits funktioniert und Jana ein hat ein übersichtliches Interface gebaut. Für die Begriffe, die analysiert werden und die Ausarbeitung der für Journalisten und Influencer relevanten Suchbegriffe sind Laura und Thorsten zuständig.

Euer Projekt wurde am 14. Juli ausgezeichnet. Wie geht es jetzt weiter? Was sind Eure nächsten Pläne oder Schritte?

Erst einmal: Danke! Danke! Danke! Wir haben uns sehr gefreut, dass wir sowohl von der Jury, als auch vom Publikum und den anderen Teilnehmern auf den ersten Platz gewählt wurden. Alle hatten tolle Ideen, die hoffentlich umgesetzt werden. Vor dieser Frage stehen wir jetzt auch.

Wir haben direkt gesagt, wir begreifen den ersten Platz als Arbeitsauftrag, „What‘s hot“ weiterzuentwickeln. Wir setzen uns nach den Sommerferien zusammen und überlegen, wie viel Arbeit nötig ist, um „What‘s hot“ zur Marktreife zu bringen. Dann wissen wir, ob wir einen Investor brauchen.

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Von Stanley Vitte am 17.07.2018
Kategorien Lokaljournalismus, Vor Ort NRW

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