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Hackathon 2018 – Team HaBlo im Interview

Das Internet ist ein Trollhaus. Viele Online-Redaktionen müssen tagtäglich Hass und Unbill moderieren. Lenka, Thorsten, René und Sebastian traten im Juli 2018 beim ersten NRW-weiten Journalismus-Hackathon gemeinsam an, um dafür ein Tool zu entwickeln – und erhielten prompt den dritten Preis der Fachjury für HaBlo: den Hass-Blocker. 

 

Bitte stellt Euer Team kurz vor. Wer seid ihr?
Lenka Mildner: Journalistin aus Bochum, ein Onlinedinosaurier und seit 18 Jahren selbständig mit dem Online-Reisemagazin und Reiseagentur AKRIZO. Thorsten Taplik: freiberuflicher Webentwickler aus Gelsenkirchen, Chatbot-Developer von Paula POTTbot. René Torkler: Technischer Angestellter, Chatbot-Developer von Paula POTTbot. Sebastian Niemann: Grafiker, Illustrator, Animator.

Worin bestand Eure Idee und wie seid ihr darauf gekommen?

Die Idee entstand aus Gesprächen, die wir teilweise im Vorfeld und teilweise am Freitag geführt haben. Es sollte ein Tool entwickelt werden, das HateSpeech erkennen und eine Meldung an den Community Manager senden würde. Im nächsten Schritt sollte der Community Manager ein Tool an die Hand bekommen, um HateSpeech schnell zu vereiteln.

Inwiefern hat sich diese Idee während des Hackathons weiterentwickelt?

Im Laufe des Hackathons haben wir ein effektives Tool für die HateSpeech-Erkennung geschaffen, das zudem einen Hatescore der Ausdrücke anzeigt, um dem Community Manager eine schnelle Entscheidung zu erleichtern. Ebenfalls haben wir einen Mockup für die HateSpeech-Bekämpfung gebaut. Hierbei handelte es sich um ein 4-stufiges Modell, das über Humor, Logik, rechtliche Schritte bis zum „Roten Knopf“, den Hater mit GIFs unter Dauerfeuer nimmt und somit HateSpeech blockiert.

Euer Projekt wurde am 14. Juli ausgezeichnet. Wie geht es jetzt weiter? Was sind Eure nächsten Pläne oder Schritte?

Wir finden das Projekt wahnsinnig spannend und die Entscheidung der Jury hat uns natürlich bestärkt. Wir werden an HABLO weiterarbeiten und uns wahrscheinlich stärker auf die Quick Replies bzw. auf die HateSpeech-Bekämpfung konzentrieren. Hier haben wir schon genauere Pläne und Ziele definiert, die wir in den nächsten Wochen ausarbeiten werde

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Von Stanley Vitte am 17.07.2018
Kategorien Lokaljournalismus, Vor Ort NRW

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